Die Altstadt von Schwerin ist ein magischer Anziehungspunkt für alle Schweriner und alle Besucher, die in die Landeshauptstadt kommen. Die altehrwürdige Architektur geht eine gelungene Verbindung mit der Moderne und der grünen Facette der Stadt ein. Außerdem gibt es eine ganze Menge zu entdecken und zu erleben, weshalb die Altstadt immer einen Besuch wert ist.
Die kleine Binnenalster von Schwerin und der Pfaffenteich erzählen die eigentliche Geschichte der Stadt. So bestellten einst die Bischöfe und Pfarrer in der Nähe der Ostufer und der künstlich angelegten Seen ihre Domgemeinde und Gärten. Der Grund dafür war simpel, denn sie konnten so ihre Nutz- und Zierpflanzen einfacher bewässern. Die Vermutung legt es nahe, dass der Dom schon im zwölften Jahrhundert aufgeschüttet wurde. Damit wollte man für den Mühlenbetrieb das Wasser stauen. So reichte der damalige Mühlenteich noch bis zur Schlossstraße. Das Wasser reichte für den Stadtgraben mit aus. Der heutige Pfaffenteich kommt noch auf eine Fläche von 12 ha.
In unmittelbarer Umgebung zum Pfaffenteich steht das heutige E-Werk. Zur damaligen Zeit spazierten die Soldaten an der Teichpumpe entlang. Dabei ließen sie ihren Blick auf die wunderschönen Damen schweifen. Zur damaligen Zeit versammelte sich an dem Teich die gesamte Schweriner Gesellschaft. Ungewöhnlich reizvoll sind noch heute die Renaissance verzierten Türme, die die romantische Facette des Teiches hervorheben.
Die Sommerterrassen liegen gegenüber des Südufers und sind ein beliebter Treffpunkt für Jung & Alt. Bei einem Kaffee können Sie auf die wunderschönen Stadthäuser Ihren Blick schweifen lassen, die den gesamten Pfaffenteich umräumen.
Die Spuren des Marktplatzes in der Altstadt führen zurück zur Gründung von Schwerin. Heute erzählt das Löwendenkmal von dem einstigen Stadtvater Heinrich dem Löwen. Die Gedenksäule, die anlässlich der Tausendjahrfeier Mecklenburgs für den Stadtgründer entworfen und gestaltet wurde, sorgte schon für jede Menge Trubel und Aufregung.
Der Bildhauer Peter Lang entwarf eine viereinhalb Meter große Pyramide, die das Leben von Heinrich in seinen Episoden darstellt. Stein des Anstoßes ist die so genannte Gesäßparade. So recken die Figuren ihren Betrachtern den nackten Hintern entgegen. Die Legenden besagen, dass die Bardowicker Bürger voller Ärger dem Herzog auf der Durchreise nicht die kalte Schulter zeigten, sondern den nackten Po.
Majestätisch thront direkt hinter dem Löwendenkmal der Schweriner Dom. Das weiße Säulengebäude stellt einen gelungenen architektonischen Kontrast zu den festen Backsteinmauern her. An der Front des Gebäudes sind 14 dorische Säulen zu sehen. Das einstige Krambudengebäude wurde als Markthalle gebaut, um etwas mehr Ordnung in das Gedränge und Durcheinander der Händler auf dem Markt zu bringen.
Heute befinden sich eine Konditorei und ein Café in dem Säulengebäude. Der Markt findet wieder außerhalb auf dem historischen Marktplatz statt, denn die Händler sind heute in der Lage, gesitteter und geordneter ihre Stände aufzubauen.
Ausgehend von dem Pfaffenteich führen sehr viele enge Gassen direkt in das Herz der Schelfstadt. Wer hier die Augen offen hält, wird immer mehr Fachwerkfassaden sehen, die dicht aneinander gedrängt eine spannende Geschichte erzählen. So manches diese Häuser versteckt in sich eine verwunschene Welt von Höfen und romantischen Gärten. In diese kleinen Oasen ziehen sich die Schweriner zurück und machen das ganz besondere Stadtbild der Landeshauptstadt aus.
Die Geschichtsschreibung besagt, dass sich schon vor der Stadtgründung die Händler und Fischer im heutigen Schwerin ansiedelten. Planmäßig legte Herzog Friedrich Wilhelm erst im 18. Jahrhundert die Neustadt an. Es war die finanzielle Unterstützung, mit der man versuchte, Handwerker und Kaufleute in das Gebiet zu locken. Dadurch sollte die Wirtschaft von Schwerin belebt werden.
Die Altstadt ist heute das großflächigste und zusammenhängende Ensemble an historischen Bauten, das es in Schwerin gibt. Das Kleinod ist zu großen Teilen vorhanden, da sich engagierte Bürger für ihre Schelfstadt einsetzen. Ende der 1980er Jahre stand es um die Altstadt nicht gut, denn aufgrund des starken Verfalls sollte die Altstadt vollständig zerstört werden. Die Bürger protestierten gegen den Abriss und machten sich daran, die Schmuckstücke zu sanieren.
Heute bilden sie einen beliebten Lebensmittelpunkt für alle Schweriner. Zu den schönsten Objekten gehören
Im Speicher finden über das ganze Jahr hinweg Konzerte von regionalen und überregionalen Musikgruppen statt. So ergeben sich i mitten der wunderschönen Altstadt vielerlei Gelegenheiten, die freie Zeit in Schwerin zu verbringen. Bei einer Tasse Kaffee oder Tee können Sie sich zum Beispiel in die Welt der Literatur begeben.
„Ein guter Tag“ ist die mit Liebe geführte Buchhandlung von Axel und Sannah, die 2017 zurück zu der schönsten Buchhandlung in Deutschland gewählt wurde. Dieses Geschäft befindet sich in der Buschstraße 78. In der Puschkinstraße 47 haben Sie die Möglichkeit, in die Tuscherei bei kleinen Snacks und Kaffee ihre Keramik selbst zu bemalen.
Dieser kurze Ausschnitt der lokalen Handels- und Kulturszene der Altstadt von Schwerin zeigt deutlich, wie vielschichtig die Landeshauptstadt ist. Ob historisch, kulturell oder kunterbunt, handgemacht oder originell: Schwerin hat viele Gesichter, die es lohnt, zu entdecken.